Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat erneut eine Warnung vor einer dubiosen Online-Handelsplattform ausgesprochen – diesmal betrifft sie die Website investing-in(.)ltd.
Nach Erkenntnissen der Behörde bieten die Betreiber dort Finanz- und Wertpapierdienstleistungen ohne erforderliche Erlaubnis an. Eine Genehmigung der BaFin liegt nicht vor, ebenso wenig Hinweise auf eine behördliche Aufsicht. Damit agiert die Plattform illegal auf dem deutschen Markt.
Laut § 37 Absatz 4 des Kreditwesengesetzes (KWG) darf die BaFin öffentlich vor Unternehmen warnen, die Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen ohne Lizenz anbieten.
❗ Keine Kontrolle, kein Schutz
Anleger, die über Investing In investieren, begeben sich in ein rechtliches Risiko:
Es gibt keine Einlagensicherung, keinen Verbraucherschutz und keine Aufsicht durch die BaFin. Einzahlungen können spurlos verschwinden, da solche Plattformen oft von anonymen Betreibern außerhalb Europas geführt werden.
Zudem nutzen betrügerische Anbieter häufig ähnliche Namen wie echte Finanzunternehmen, um Vertrauen zu wecken. So entsteht leicht der falsche Eindruck, es handle sich um ein zugelassenes Institut.
🔍 So können sich Anleger schützen
Die BaFin rät dazu, bei allen Online-Angeboten genau zu prüfen, ob der Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin oder im europäischen Register der ESMA (European Securities and Markets Authority) eingetragen ist.
Weitere Warnsignale für unseriöse Plattformen:
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Fehlendes Impressum oder unklare Adresse,
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Übertriebene Gewinnversprechen („Verdoppeln Sie Ihr Kapital in Wochen!“),
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Druck zum schnellen Investieren,
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Aufforderung, Fernzugriff-Software zu installieren,
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Zahlungen über Kryptowährungen oder unbekannte Zahlungsdienste.
Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte sofort seine Bank informieren, keine weiteren Zahlungen leisten und Strafanzeige erstatten.
💬 Fazit
Die Warnung der BaFin zeigt erneut, wie aktiv Betrüger im Online-Investmentmarkt agieren. Hinter professionell wirkenden Webseiten verbergen sich oft kriminelle Strukturen.
Anleger sollten wachsam bleiben, Anbieter immer prüfen – und im Zweifel lieber Abstand nehmen.
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